PMS-Test: Folgen meine Beschwerden meinem Zyklus?

In der Woche vor deiner Periode, in den letzten Zyklen: Wie stark hast du das bemerkt…
- Stimmungsschwankungen oder plötzlich traurig oder den Tränen nah
- Reizbarkeit oder Wut, mehr Streit mit anderen
- Ängstlich, angespannt oder nervös
- Hoffnungslos oder sehr niedergeschlagen
- Weniger Lust auf Dinge, die dir sonst Freude machen
- Konzentrationsprobleme
- Müdigkeit oder wenig Energie
- Heißhunger oder zu viel essen
- Viel mehr oder viel weniger Schlaf
- Überfordert oder nicht mehr Herrin der Lage
- Blähbauch, empfindliche Brüste, Kopf- oder Gliederschmerzen
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Für PMS gibt es keinen Bluttest. Man erkennt es am Timing: Beschwerden, die in den Tagen vor deiner Periode auftauchen, innerhalb von etwa vier Tagen nach Beginn der Blutung nachlassen und Zyklus für Zyklus wiederkommen. Dieser Selbsttest fragt, wie stark du 11 typische Symptome in der Woche vor deiner Periode bemerkt hast, und sagt dir dann, ob deine Antworten nach leichtem, typischem oder starkem PMS aussehen.
So funktioniert dieser PMS-Test
Denk an die Woche vor deiner Periode in den letzten Zyklen, nicht nur an diesen Monat. Tippe bei jedem der 11 Symptome an, wie stark du es bemerkt hast: gar nicht, ein wenig, ziemlich oder sehr. Die Liste deckt die Stimmungsveränderungen ab, über die am meisten gesprochen wird (den Tränen nah, gereizt, ängstlich oder hoffnungslos), und die körperlichen (Müdigkeit, Heißhunger, veränderter Schlaf, Blähbauch, empfindliche Brüste, Kopf- und Gliederschmerzen).
| Deine Antworten | Was der Selbsttest sagt |
|---|---|
| Weniger als 3 Symptome mit „ziemlich“ oder mehr | Leichtes oder kein PMS |
| 3 oder mehr Symptome mit „ziemlich“ oder mehr | PMS: spürbar und sehr häufig |
| 5 oder mehr mit „ziemlich“ oder mehr, darunter ein Stimmungssymptom, und 2 oder mehr mit „sehr“ | Starke prämenstruelle Beschwerden, das Muster, auf das Ärztinnen und Ärzte bei PMDS achten |
So kannst du schnell in Worte fassen, was du spürst. Deine Antworten bleiben in deinem Browser. Nur eine Ärztin oder ein Arzt kann PMS oder PMDS (prämenstruelle dysphorische Störung) diagnostizieren, meist anhand von täglichen Notizen über ein paar Zyklen.
PMS-Symptome: So erkennen Ärztinnen und Ärzte PMS
PMS ist sehr verbreitet. Laut dem US Office on Women's Health bemerken über 90 % der Menschen, die menstruieren, irgendwelche prämenstruellen Beschwerden. Bei etwa 20 bis 40 % sind sie so ausgeprägt, dass sie den Alltag spürbar belasten, schreibt das deutsche Gesundheitsportal gesundheitsinformation.de. Ärztinnen und Ärzte sprechen von PMS, wenn das Muster klar ist und dein Leben beeinflusst. Das American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG) beschreibt es so:
- Die Beschwerden treten in den 5 Tagen vor deiner Periode auf,
- mindestens drei Zyklen hintereinander,
- sie verschwinden innerhalb von 4 Tagen nach Beginn der Periode,
- und sie beeinträchtigen einige normale Aktivitäten.
Das entscheidende Wort ist Timing. Gedrückte Stimmung oder Müdigkeit, die den ganzen Monat anhält, deutet auf etwas anderes hin, und darüber zu sprechen lohnt sich trotzdem. Beschwerden, die vor deiner Periode einsetzen und danach verschwinden, sind das typische PMS-Muster. Darum ist das Hilfreichste, was du zu einem Termin mitbringen kannst, ein einfaches tägliches Protokoll. In welcher Phase du gerade bist, zeigt dir der Rechner In welcher Zyklusphase bin ich?.
PMS oder schwanger?
Empfindliche Brüste, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und ein Ziehen im Unterbauch können sowohl PMS als auch ein frühes Zeichen einer Schwangerschaft sein. Der Unterschied zeigt sich meist erst am Tag, an dem deine Periode fällig ist: Kommt sie, war es PMS. Bleibt sie aus und du könntest schwanger sein, bringt dir ab diesem Tag nur ein Schwangerschaftstest Gewissheit. Wann deine Periode fällig ist, siehst du im Periodenrechner.
Wenn dein Ergebnis PMS sagt: was hilft
- Beweg dich an den meisten Tagen: Regelmäßiger Ausdauersport, etwa 30 Minuten zügiges Gehen, gehört zu den am besten belegten Selbsthilfe-Schritten und wirkt am besten, wenn du ihn den ganzen Monat machst.
- Iss regelmäßig: Kleinere Mahlzeiten alle paar Stunden, mit komplexen Kohlenhydraten und Eiweiß, können Energie und Heißhunger ausgleichen.
- Kalzium: Laut ACOG können 1.200 mg Kalzium am Tag körperliche und seelische Beschwerden lindern. Auch Lebensmittel zählen; frag vor Nahrungsergänzungsmitteln in der Apotheke nach.
- Schütze deinen Schlaf: Feste Schlafenszeiten in der Lutealphase nehmen der Reizbarkeit die Spitze.
- Plane es ein: Wenn du weißt, welche Tage kommen, kannst du große Aufgaben verschieben und Menschen vorwarnen, denen du vertraust.

Ein Test verlässt sich auf dein Gedächtnis. Lulus tägliche Stimmungs-Check-ins mit einem Tipp und die Symptom-Hasen zeigen dir über zwei Zyklen, ob sich deine schwereren Tage wirklich vor deiner Periode häufen, und du kannst ein PMS-Diagramm für den Arzttermin als CSV exportieren.
Wann du zur Ärztin oder zum Arzt gehen solltest
Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, wenn prämenstruelle Beschwerden deine Arbeit, deine Beziehungen oder dein Selbstbild beeinträchtigen, wenn Selbsthilfe nach ein paar Zyklen nicht geholfen hat oder wenn dein Ergebnis starke Beschwerden zeigt. Wenn du jemals Gedanken hast, dir etwas anzutun, ruf sofort den Notruf 112 an oder die TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos, rund um die Uhr).
Häufige Fragen
Wie erkenne ich, ob ich PMS habe?
Schreib deine Beschwerden zwei, drei Zyklen lang täglich auf. Tauchen sie in den Tagen vor deiner Periode auf und verschwinden wenige Tage nach ihrem Beginn, ist das das PMS-Muster.
Was sind die häufigsten PMS-Symptome?
Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Müdigkeit, Blähbauch, empfindliche Brüste, Heißhunger, Kopfschmerzen und Schlafprobleme.
Kann sich PMS wie eine Depression anfühlen?
PMS kann Traurigkeit, Tränen und Antriebslosigkeit mit sich bringen. Sind diese Gefühle stark und verschwinden nach der Periode, frag nach PMDS; halten sie den ganzen Monat an, frag nach einer Depression.
Ist ein PMS-Test online zuverlässig?
Er ist ein guter Anfang. Das Gedächtnis lässt Zyklen leicht verschwimmen, darum bevorzugen Ärztinnen und Ärzte tägliche Notizen gegenüber einem einzelnen Fragebogen.
Was ist der Unterschied zwischen PMS und PMDS?
PMDS, die prämenstruelle dysphorische Störung, ist eine schwere Form mit starken seelischen Beschwerden wie Hoffnungslosigkeit, Angst oder Wut, die den Alltag deutlich einschränken. Laut gesundheitsinformation.de betrifft sie etwa 3 bis 8 % der Frauen. Eine Ärztin oder ein Arzt kann mit dir über Behandlungsmöglichkeiten sprechen.
Quellen
- gesundheitsinformation.de (IQWiG): Prämenstruelles Syndrom (PMS)
- gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit): Prämenstruelles Syndrom (PMS)
- ACOG: Premenstrual Syndrome (PMS) FAQ
- Office on Women's Health: Premenstrual syndrome (PMS)
Diese Seite dient nur der Information und ist keine medizinische Beratung. Wenn dir etwas Sorgen macht, sprich bitte mit einer Ärztin oder einem Arzt.
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